Der Produktionsleiter, der im eigenen Unternehmen eine Lehre absolviert hat, die Gebietsleiterin mit Lehre im eigenen Unternehmen, der Geschäftsführer, der als junger Auszubildender im eigenen Betrieb begonnen hat, alles Beispiele für  Menschen, die sich im Unternehmen hochgearbeitet haben. Der Einstieg zur Karriere in einem Unternehmen muss nicht unbedingt mit einer Lehre beginnen, allerdings ist eine solche Erfolgsstory schon beeindruckend.

Es gibt aber auch eine Praxis, die gerade Führungskräfte zunehmend von außen besetzt. Gerade wenn Veränderungen anstehen, werden vermehrt externe Führungskräfte geholt. Insbesondere große Firmen trauen Chefs von außen mehr rigorose Wandlungskraft zu. Wer also vorhat, im Unternehmen aufzusteigen und es bis nach oben zu schaffen, der sollte sich die Besetzungsstrategien der Führungskräfte im Unternehmen der letzten Jahre anschauen. Betrachten Sie Rahmenbedingungen in Unternehmen, finden Sie heraus, ob etwas für langfristige Personalbindung getan wird. Unterstützendes Fordern und Fördern durch Führungskräfte etwa. Werden „junge Wilde“ für das Unternehmen gewonnen? Haben Bedürfnisse unterschiedlicher  Altersgruppen und verschiedene Werthaltungen Bestand? Oft sind es unspektakulär anmutende Familienbetriebe, die kontinuierlich interne Entwicklungen ihrer Mitarbeiter besonders fördern. Vor Kurzem wurde mir von Geschäftsführern eines namhaften Salzburger Schokoladenerzeugers berichtet, dass sie den eigenen Erfolg umso schöner empfinden, wenn sie ihn mit den Mitarbeitern teilen können. Weil man Herzblut hineingesteckt hat, weil man Vertrauen gegeben hat, das möglicherweise über eigenes Zutrauen der Mitarbeiter hinausging. Das erzeugt Verbundenheit, Leistungsfähigkeit und Loyalität. Das führt zu Aufstieg.

Mag. Christian Holzer ist Work-Life-Balance-Karriereexperte. Er arbeitet als Unternehmensberater für sozial nachhaltige Unternehmen und ist Buchautor.

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