Die junge Generation der Menschen, die ab den späten 1980er-Jahren auf die Welt gekommen sind, wird als Generation Y (sprich: „why“) bezeichnet. Eine anspruchsvolle Generation, die – zumindest in der westlichen Welt – eine Fülle an  Zugriffsmöglichkeiten auf Konsumgüter und Informationen, und das global, gewöhnt ist. Eine Generation, die Lebensqualität im Auge hat, ohne den materiellen Aspekt dominant in den Vordergrund zu stellen.

Diese Sozialisation hinterlässt auch im Hinblick auf den Job Spuren. Work-Life-Balance steht in Umfragen seit Jahren bei Berufseinsteigern weit über einem möglichst hohen Gehalt. Auch Betriebsklima und Weiterentwicklung sind ganz oben auf der Wunschliste des jungen Personals zu finden. Trotzdem sind junge Leute oft nicht so sicher, was sie können und welchen Wert sie ihrem Können beimessen sollen.

Im Zweifelsfall zieht es die Bewerberinnen und Bewerber immer in die Metropolen und zu den Großen. Von bekannten Produktmarken, die man mag, wird auf Arbeitgeberqualitäten geschlossen. Vielfach ein Irrtum.

Unternehmen könnten sich in ihrer Arbeitgebermarke, neudeutsch Employer Branding, darstellen, machen das aber noch viel zu wenig und zu wenig authentisch. Sie können sich strategisch fragen: Was ist die Wesensart unseres Unternehmens, welche Seele haben wir? Woran lässt sich das erkennen? Welche Qualitäten haben unsere Führungskräfte, um solches zu erkennen? Mit derartigen – noch nicht sehr üblichen – Informationen an die zukünftigen Mitarbeiter könnten diese sich besser orientieren, um sich wiederum zu fragen: Passt dieses oder jenes Unternehmen zu mir? Habe ich ein gutes Gefühl? Kann ich mich dort als Persönlichkeit einbringen und mich weiterentwickeln? Werde ich Wertschätzung bekommen?

Mag. Christian Holzer ist Work-Life-Balance-Karriereexperte. Er arbeitet als Unternehmensberater für sozial nachhaltige Unternehmen und ist Buchautor.

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