Work-Life-Balance ist eine Bezeichnung persönlicher Balancezustände einzelner Menschen, sie sagen: „Genau das brauche ich auch.“ Nicht umsonst rangiert in Umfragen über Jobzufriedenheit seit Jahren Work-Life-Balance stets in den Top 3, vor dem Faktor Gehalt. Work-Life-Balance wird fälschlicherweise oft in ihrem trennenden Charakter gesehen. Es geht nicht darum, möglichst rasch eine Arbeit, die man nicht (mehr) mag, hinter sich zu lassen, um möglichst mit finanzieller Sicherheit viel Freizeitgenuss zu frönen. Work-Life-Balance stellt vielmehr den Gesamtzusammenhang zwischen Arbeit und Gesamtleben her: ein guter Job in einem gelungenen Leben. Im Bestfall passen persönliche Vorlieben, Stärken, Zielsetzungen etc. mit Wünschen und Anforderungen des Unternehmens, bei dem wir arbeiten, zusammen. Sinn entsteht. Alles scheint sich auf Augenhöhe abzuspielen. Wir spüren, dass wir Wirkung erzielen.

In modernen Arbeitssystemen wird einer Work-Life-Balance dahingehend Rechnung getragen, viel Persönlichkeitseinbringung und Sinn in Unternehmen, die damit zu Lebenswelten werden, anzubieten. Das erfordert unterstützungsfähiges Führungsverhalten mit fachlichen, sozialen und organisatorischen Fähigkeiten und auf diese beiden Komponenten abgestimmte betriebliche Rahmenbedingungen. Organisations- und Mitarbeiterentwicklung
treffen sich auf einer Ebene. Verantwortungs- und Vertrauenskulturen, die nicht einfach so verordnet werden können, entwickeln Leistungsfähigkeit und Motivation von innen heraus als besondere Kraft im Unternehmen. Die Achtsamkeit auf eine bessere Ausgewogenheit von Arbeit, sozialen Beziehungen, Zeit für sich, Gesundheit und Sinn führt dazu, dass Systeme des Könnens und des Wollens entstehen und wirkliche Work-Life-Balance.

Mag. Christian Holzer ist Work-Life-Balance-Karriereexperte. Er arbeitet als Unternehmensberater für sozial nachhaltige Unternehmen und ist Buchautor.

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