2400 Besucher informierten sich beim Karriereforum Salzburg in der  Alten Residenz zu Salzburg über die Themen Bildung und Karriere.

Gut informiert ins Bewerbungsgespräch starten, sich ein erfolgreiches Netzwerk aufbauen oder die richtige Kleidung für ein Geschäftsessen auswählen: All das und noch vieles mehr will gelernt sein, um die eigene Karriere voranzutreiben. Dabei hilft das Karriereforum Salzburg, zu dem die „Salzburger Nachrichten“ gemeinsam mit langjährigen Partnern wie der Universität Salzburg, der Fachhochschule Salzburg, den Tourismusschulen in Salzburg sowie dem Hauptpartner Spar kürzlich in die Alte Residenz zu Salzburg luden. Mehr als 70 Aussteller wie zum Beispiel Spar oder BMW warteten dabei auf die 2400 Besucher, die den Tag nutzten, um mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen.

Durch das Programm auf der Hauptbühne führte wie in den vergangenen Jahren Moderatorin Maria-Theresa Schinnerl. „Für mich ist das Handwerk der Moderation eine Ergänzung zu meiner Arbeit als Vortragsrednerin, FH-Dozentin und Trainerin im Bereich Kunden-Service-Qualität. Das Vorbereiten einer qualitativ hochwertigen Podiumsdiskussion verlangt schon eine Menge Hirnschmalz, und knifflige Dinge sind ganz mein Ding“, sagte Schinnerl, gemeinsam mit Michaela Huttary unter anderem für die Modenschau von Esprit verantwortlich. Ergänzt wurde das Programm durch ein Gratis-Bewerberfoto, eine Styling-Lounge, den Social-Media-Quick-Check, verschiedene Workshops, Bewerbungsunterlagen-Check, Berufseignungstest und vieles mehr. Für einen gelungenen Ablauf sorgten auch die Mitarbeiter der VTG-Veranstaltungstechnik GmbH, die sich um die technische Abwicklung kümmerten.

Im Mittelpunkt des Karriereforums standen wie bereits in den vergangenen Jahren die Bühnenvorträge von zahlreichen Top-Speakern. Bei der traditionellen Podiumsdiskussion, an der Doris Walter (Geschäftsführerin FH Salzburg), Fritz Poppmeier (Vorstandsdirektor Spar Österreich) und Professor Walter Scherrer (Experte für Wirtschaft und Arbeit an der Universität Salzburg) teilnahmen, ging es 2015 um das Thema „Menschlichkeit und Produktivität“.

Walter, Poppmeier und Scherrer sprachen über die sogenannte Industrie 4.0., also die neue Phase des Produzierens, in der Informationstechnologien eine entscheidende Rolle zukommt. Scherrer begriff Industrie 4.0. als einen logischen Fortschritt des in den 1990er-Jahren stark aufgekommenen Internets und sah den Standort Salzburg in dieser Hinsicht „als nicht schlecht aufgestellt“. Dabei nannte er einige Vorzeigebetriebe wie z. B. Spar oder Palfinger, aber auch kleinere Unternehmen, die „in ihren Bereichen sehr erfolgreich sind“. Poppmeier konnte dem Begriff Industrie 4.0. wenig abgewinnen und benutzte stattdessen nur das Wort Fortschritt. Er betonte, dass trotz der digitalen Entwicklung immer noch der Mensch im Mittelpunkt stehen muss. Walter griff die Datensicherheit heraus und plädierte für einen sehr sensiblen Umgang mit dem aktuellen Thema. „Privatsphäre muss geschützt werden.“
Gegen Ende der Diskussion nannte das Trio noch Fähigkeiten, die im Job gefragt sind. Darunter fielen Stichworte wie Neugier, Höflichkeit, Präsentationstechniken, Flexibilität, Allgemeinbildung sowie Fachkenntnisse im IT-Bereich.

Autor: SN/Jörg Ransmayr
Foto: SN/Marco Riebler

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