Wer die Früchte der Arbeit „live“ erleben will, ist mit einer Lehre gut beraten.Fachkräfte werden künftig immer dringender gesucht werden. Mit einer ordentlichen Berufsausbildung bestehen die besten Chancen für eine erfolgreiche Karriere.

Handwerk hat einen goldenen Boden. So lautet eine uralte Weisheit. Heute gilt der Satz längst nicht nur für das Handwerk, sondern weit darüber hinaus in vielen Branchen und Wirtschaftssektoren. Die Basis ist immer eine hohe Qualifikation. Deshalb kann man zu Recht behaupten: „Lehre hat einen goldenen Boden“.
Denn die Demografen sind sich vor allem in einem Punkt einig: Die Zahl der Jugendlichen, die in den Arbeitsmarkt eintreten, wird in den nächsten Jahren kleiner. Gleichzeitig steigt der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften weiterhin an. Längst müssen sich die Betrieb über das sogenannte Employer Branding potenziellen Interessenten als attraktive Arbeitgeber präsentieren, es könnten sogar Zeiten kommen, in denen sich die Qualifizierten die Angebote aussuchen können.
Tatsache ist: Es braucht eine gute Ausbildung, und da ist die Lehre die erste Wahl. Wer selbst eine Stelle sucht, aber keine findet, sollte allerdings mehrere Punkte berücksichtigen. Das fängt schon bei der eigenen Person an. Denn wie schauen die Bewerbungsunterlagen wirklich aus? Ist die offene Stelle tatsächlich die richtige für mich? Gibt es interessante Alternativen? Bin ich bereit, mit Engagement und Interesse meinen Berufsweg zu beginnen?
All diese Fragen spielen eine große Rolle. Hört man die Personalverantwortlichen der Betriebe, so ist auf der anderen Seite seit vielen Jahren ein Lamento zu hören: „Die Qualität der Bewerber wird immer schlechter. Sie können nicht rechtschreiben und nicht rechnen.“
Ob das wirklich so stimmt, sei dahingestellt. Denn wo sind die, die angeblich nicht rechnen konnten und vor zehn Jahren eine Lehre begonnen haben, denn hingekommen? In vielen Fällen sind sie inzwischen Abteilungsleiter, Vorarbeiter etc. Denn die Aufgabe eines Personalverantwortlichen ist es auch, die Potenziale der jungen Bewerber zu erkennen. Niemand ist mit 15 oder 16 perfekt und kann und weiß schon alles.
Für die Jugendlichen selbst ist der Schritt in die Berufswelt der Eintritt in eine ganz andere Welt. Neben der Einhaltung von Arbeitszeiten geht es auch darum, tatsächlich Interesse an der Stelle zu haben und mit Fleiß und Ehrgeiz die Anforderungen zu erfüllen. Wer das einmal kapiert hat, ist auf dem besten Weg nach oben auf der Karriereleiter. Denn heute stehen nach dem Abschluss viele Türen offen, sei es innerbetrieblich, sei es in der Aus- und Weiterbildung, sei es eine Hochschule, wenn man zum Beispiel Lehre mit Matura gemacht hat. Wer sich die Lebensläufe mancher Firmenchefs ansieht, kann häufig erkennen, dass auch sie als 16-Jährige mit einer Lehre angefangen haben. Die Basis ist damit gelegt, was daraus wird, hat man meist selbst in der Hand.

Autor: Bernhard Schreglmann

Bild: Das zarte Pflänzlein „Karriere“ braucht dringend Wasser und Dünger. Nur dann kann es zu einer stattlichen Pflanze heranwachsen. Wenn die Karriere auf einem guten und festen Boden steht, man sich um sie kümmert und sie hegt und pflegt, dann stehen die Chancen gut. Die Lehre ist ein solcher guter und fruchtbarer Boden, auf dem die Karriereleiter einen   festen Stand hat. Interesse, Engagement und Bildungshunger vorausgesetzt, kann es dann beruflich weit nach oben gehen.

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