Hürdenlauf Bewerbung
Wie Sie die einzelnen Schritte im Bewerbungsprozess meistern

Der Bewerbungsprozess kann für Schüler und Studenten regelrecht zu einem Hürdenlauf werden. Margit Bencic, Personalleiterin bei MIC in Linz, gab auf der Bühne wertvolle Tipps, um die Hürden leichter zu meistern.

  • Lebenslauf:
    „Ein Lebenslauf muss gut strukturiert und tabellarisch sein. Der wesentliche Inhalt muss schnell und klar ersichtlich sein“, sagt Bencic. In der Regel brauche sie fünf bis zehn Minuten, um festzustellen, ob ein Bewerber interessant ist.
  • Anschreiben:
    Beim Anschreiben sei es wichtig, auf das Unternehmen und die Position Bezug zu nehmen. „Ich will erkennen, dass sich der Bewerber Gedanken gemacht hat“, sagt die Personalistin. Die Gestaltung solle sich auch nach der Branche richten, in der man sich bewirbt. Sie würde Kreativität in der Bewerbung schätzen.
  • Mail, Online-Formular oder Postweg?
    „Bitte bewerben Sie sich nur in der Form oder auf dem Weg wie im Inserat angegeben. Denken Sie an die Personalisten und machen Sie es ihnen nicht schwerer als notwendig“, sagt Bencic.
  • Vitamin B:
    Beziehungen zu haben und zu nutzen ist nicht verpönt. „Bei uns ist es willkommen, dass Mitarbeiter Empfehlungen abgeben. Jeder dritte neue Mitarbeiter kommt bei uns über so eine Empfehlung zu uns“, sagt sie.
  • Bewerber googeln:
    Mit dem Mythos, Personalisten würden Bewerber mit Vorliebe googeln oder auf Facebook nachforschen, um etwaige persönliche Informationen zu erhalten, räumt Margit Bencic auf. „Das passiert nur in Ausnahmefällen. Zum Beispiel, wenn wir nach einem Bewerbungsgespräch das Gefühl haben, dass das Bild, das wir vom Bewerber haben, nicht rund ist.“ Viel eher würde man da auf angegebene Referenzen zurückgreifen und bei diesen nachfragen.
  • Anruf:
    Vor jedem Vorstellungsgespräch gibt es von Margit Bencic einen Anruf beim Bewerber. „Hier kann man gleich abstecken, ob man ein gutes Gefühl füreinander hat. Wenn das Telefonat gut verläuft, kann es am Ende zu einer Einladung zu einem Bewerbungsgespräch führen“, sagt sie.
  • Informiert sein:
    Immer wieder passiere es, dass Bewerber extrem wenig über das Unternehmen wissen. „Bitte informieren Sie sich genau, in welcher Branche die Firma tätig ist, wie die Position aussieht, etc.“, rät sie.
  • Erster Eindruck:
    „Natürlich schaut man auch darauf, wie sich der Bewerber beim Eintreffen verhält“, sagt Bencic. Der erste Eindruck sei aber keine Einbahnstraße. „Auch der Bewerber kann sich ein Bild über die Firma machen: Beginnt das Gespräch pünktlich, bekommt man etwas zu trinken angeboten, und so weiter.“
  • Gespräch:
    In jedem Bewerbungsgespräch gebe es eine Aufwärmphase. Eine Stunde würde das Gespräch in Summe dauern. Ziel ist, das Gegenüber kennenzulernen. Daher: „Haben Sie Mut zu Authentizität – wir Personalisten sind ja auch nur Menschen.“
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