„Erfolg kann man sich anziehen“

Die wichtigsten Mode-Fragen für Berufseinsteiger wurden auf dem Karriereforum 2015 der OÖNachrichten beantwortet.

Von Ulrike Rubasch, Fotos Volker Weihbold

Wertvolle Tipps für Berufseinsteiger in Sachen Mode gab es beim fünften Karriereforum der OÖNachrichten und der Salzburger Nachrichten, das vergangene Woche im kaufmännischen Verein in Linz stattfand.
Mit einer Modenschau von Esprit wurden die wichtigsten Empfehlungen für Business-Bekleidung anschaulich vorgeführt. „Wer mit seiner Kleidung überzeugt, wird auch auf Dauer Erfolge erzielen“, sagte die Mode-Expertin Michaela Huttary von der Salzburger smart&trendy Imageberatung. Sie ist von der großen Wirkung der äußerlichen Erscheinung voll und ganz überzeugt. Vor allem jungen Menschen rät sie beim Einstieg ins Berufsleben, sich immer zu fragen, wie sich die eigene Person am besten als „Marke Ich“ in Szene setzen lässt. Es gehe nicht nur darum, in den Klamotten gut auszusehen, sondern „Ausstrahlung und Selbstbewusstsein zu gewinnen“.
Am Morgen vor dem Kleiderschrank sollte man sich immer drei Fragen stellen: Wie will ich wirken? Was will ich bewirken bzw. wie will ich vom Gegenüber wahrgenommen werden? Und: Was will ich nicht bewirken? Wer dies für sich beantwortet, greife garantiert nicht zum falschen Teil.

Welche Farbe?
Im Business-Leben dominieren dunkle Farben wie Blau, Braun, Grau und Schwarz. Sie stehen für Seriösität und Autorität. Vorsicht ist bei Schwarz geboten, warnt Huttary, denn es lässt die Person als noch autoritärer, als distanziert, aber auch als kompletent erscheinen. Bei Präsentationen oder auch bei einem Vorstellungsgespräch, „wenn Sie als Person wichtig sein wollen“, ist das die passende Farbe. Ein weißes Oberteil zum schwarzen Sakko unterstreicht die strenge Wirkung. Wenn Kundengespräche anstehen, rät die Expertin zu Ton-in-Ton-Kombinationen (dunkelblauer Anzug, hellblaues Hemd). Erdtöne wirken freundlich und harmonisierend und würden bei Besprechungen die Kommunikation unterstützen. Blau sei eher weicher und beruhigend, grau ist zeitlos und passt immer.

Business Casual?
Unter Business Casual versteht man gehobene Freizeitkleidung. An vielen Arbeitsplätzen ist dieser Dresscode erlaubt, jedoch sollten gerade Berufseinsteiger damit vorsichtig sein, damit sie nicht als zu lässig und leger auffallen.
Bei Männern bedeutet Business Casual, dass statt der Anzughose auch eine „schön durchgefärbte, nicht zerrissene“ Jeans sowie statt des Hemds auch ein Poloshirt „Ohne Muster und sichtbare Marke“ passend sind. Statt der Anzug-Schuhe sind Leder- oder Chelseaboots in Ordnung.
Frauen in „gehobener Freizeitkleidung“ greifen zu einem hochwertigen Shirt oder Top statt zur Bluse. Den Blazer ersetzt eine Weste oder eine Lederjacke. Flache Sandalen, auch mit Riemchen sind o.k.

Wie viel Haut?
Da gilt die Regel, „weniger ist mehr“: Keine Spaghetti-Träger und keine Mini-Röcke, kein tiefes Dekolleté oder ein Tuch darüber. Röcke dürfen höchstens bis zehn Zentimeter über das Knie gehen. Wer schöne Beine hat, kann sie auch ohne Strumpfhose zeigen. Männer hingegen müssen Socken tragen, die auch beim Sitzen keine Haut an den Beinen zeigen.

Welche Knöpfe zu?
Während Männer sich an genaue Knopf-Regeln bei ihren Anzug-Oberteilen halten müssen, haben Frauen hier völlig freie Hand.
Ein Business-Mann mit einem Zwei-Knopf-Sakko macht den obersten Knopf zu, den unteren auf. Bei einem Drei-Knop-Sakko ist der mittlere zu, der untere immer offen, sagt Stylingexpertin Huttary. Setzt sich ein Mann nieder, öffnet er automatisch alle Knöpfe seines Sakkos. Eine Business-Lady hat auch hier die Wahl.

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