Ich kann mich noch gut an eines meiner ersten Vorstellungsgespräche erinnern. Ich war 16 oder 17 und bewarb mich für einen Ferienjob als Kellnerin. Das Formale war schnell abgehakt: „Du bist Schütze, richtig? Damit passt du super in unser Team!“ So ein Einstieg ist sicherlich die Ausnahme. Vielmehr geht es darum, sich selbst zu präsentieren, und im besten Fall darum, einander kennenzulernen. Neben den klassischen Fragen nach Ausbildung und beruflichen Erfahrungen geht es um Stärken und Schwächen und natürlich um die Motivation, warum man sich in einem Unternehmen bewirbt. Gerade bei Schülern wird häufig auch ein Blick auf das Schulzeugnis geworfen. Aus einer guten Deutschnote schließt man eine tadellose Rechtschreibung, aus einer schlechten Note in Mathematik mangelndes logisches Verständnis, vielleicht aber auch einfach nur Faulheit. Jugendliche bringen oft jedoch wesentlich mehr an Kompetenzen mit, als auf einem Schulzeugnis abgebildet werden kann. Gerade im Bereich von Hobbys und Interessen eignen sich viele junge Leute Kenntnisse und Fertigkeiten an, die weit über Schulwissen hinausgehen. Weiß Ihr Sohn mehr über Vögel als sein Biologielehrer? Dann mag das für ein Unternehmen vielleicht keinen direkten Nutzen haben, aber es zeigt doch, dass der junge Mann fähig ist, sich selbstständig in ein komplexes Thema einzuarbeiten. Ihre Tochter hat über 1700 Follower auf ihrem Kunstblog? Dann kennt sie sich mit Social Media wahrscheinlich gut aus. Ein Jugendlicher, der seinen Eltern regelmäßig auf dem Bauernhof hilft, erwirbt praktische Fertigkeiten und lernt nebenbei auch viel über Organisation und Arbeitseinteilung. Du möchtest herausfinden, was du besonders gut kannst? Ab März 2015 bietet die akzente Jugendinfo Wik:i Workshops für Jugendliche an. Wir erarbeiten dein persönliches Kompetenzportfolio.

INFO@AKZENTE.NET
Silvia Leitner arbeitet im Jugendservice von akzente Salzburg.
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www.karriereforum.eu

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