Auch das diesjährige Karriereforum erwies sich wieder als voller Erfolg. Mehr als 70 Aussteller freuten sich über den Ansturm von 2500 Besuchern.

Einmal mehr erwies sich das Karriereforum Salzburg der „Salzburger Nachrichten“ in Zusammenarbeit mit Universität und Fachhochschule Salzburg als zugkräftige Veranstaltung. Mehr als 2500 Besucher informierten sich in der Residenz zu Salzburg bei den über 70 Ausstellern und Bildungsinstitutionen, darunter waren auch zahlreiche prominente Besucher aus der Wirtschaft.

Neben Hauptsponsor Spar waren viele bekannte Firmen prominent vertreten. Zum ersten Mal dabei war etwa eine Modenschau von Esprit. Coiffeur Eder sorgt mit seinem Team für das gute Aussehen jener Interessenten, die die Möglichkeit zum Gratis-Bewerberfoto nutzten. Gut besucht waren auch die Workshops in der Landkartengalerie der Universität Salzburg. Die VTG-Veranstaltungstechnik GmbH sorgte für beste technische Voraussetzungen, Tourismusschüler aus Klessheim fungierten als Servicemitarbeiter und Messehelfer und das Catering „Ich koch für Dich“ von Michael Wallenta ließ keine kulinarischen Wünsche offen.

Auch die Aussteller waren von der Veranstaltung begeistert. „Die Lage unseres Stands war optimal“, berichtet etwa Philipp Schmölzer von IRO & Partners: „Mit der Resonanz und den zahlreichen, durchaus qualitativ hochwertigen Profilen aus unterschiedlichen Bereichen an unserem Stand waren wir sehr zufrieden.“

Unter der Moderation von Maria-Theresa Schinnerl bestritten zahlreiche Top Speaker das Bühnenprogramm. Den Auftakt bildete traditionell die Podiumsdiskussion zum Thema „Bildung & Karriere morgen“. Dabei standen vier Personen im Fokus: Neben Spar-Vorstand Fritz Poppmeier, FH-Salzburg-Geschäftsführer Raimund Ribitsch und Sylvia Hahn (Vizerektorin für Internationale Beziehungen und Kommunikation an der Universität Salzburg) nahm auch Melanie Schwarz, Studentin der Kommunikationswissenschaften an der Uni Salzburg, an der Podiumsdiskussion teil. Die Teilnehmer boten sowohl berufliche als auch private Einblicke in ihr Leben.

Schwarz hatte als Jüngste die Ehre, zuerst zum Publikum zu sprechen. Als die gebürtige Steirerin mit ihrem Studium anfing, sei sie nicht nervös gewesen und habe sich auch nicht gefragt, was später einmal auf sie zukommen werde. „Am Anfang ist alles noch so weit weg. Jetzt habe ich erste Praktika hinter mir, stehe am Ende des Bachelorstudiums und möchte dann auch noch den Master machen. Da wird man schon etwas nervöser und fragt sich, ob man auch wirklich seinen Traumjob bekommt“, gestand Schwarz, die gern im gefragten Bereich Marketing arbeiten möchte.
Sylvia Hahn plädierte vor allem dafür, dass Jobsuchende und Studierende den Sprung ins Ausland wagen. „Zu meiner Studienzeit war das noch sehr schwierig. Heute ist das viel leichter, aber ich habe immer noch den Eindruck, dass viele gehemmt sind“, erklärte Hahn, die selbst positive Erfahrungen im Ausland gemacht hat. „Unternehmen schauen heute gezielt darauf, ob jemand im Ausland war. Menschen, die sich fremden Kulturen anpassen müssen, sind gefragt, weil sie viel soziale Kompetenz mitbringen. Es ist nur von Vorteil, wenn Jobsuchende über den Untersberg und den Gaisberg hinausblicken und etwas Neues kennenlernen.“

Raimund Ribitsch betonte zum einen die Wichtigkeit von Auslandsaufenthalten sowie zum anderen von Fremdsprachenkenntnissen. Ähnlich wie Hahn kann der frühere BWL-Student auf Auslandserfahrung zurückgreifen. „Ich war zwar nur zwei Monate in den USA, aber das hat mich entscheidend geprägt“, erzählte Ribitsch. „Ich kann der Jugend weiters nur raten, nicht zu kurz oder zu lang in einem Unternehmen zu arbeiten. Durch verschiedene Herausforderungen wächst man im Beruf ungemein.“

In seiner Funktion als Vorstand des international tätigen Spar-Konzerns berichtete Fritz Poppmeier aus erster Hand darüber, wie seine Mitarbeiter in fremden Ländern im Job zurechtkommen. „Bei uns klappt das gut, weil nur die ins Ausland gehen, die tatsächlich ins Ausland wollen. Sie werden von der Firma begleitet, damit sie sich schneller an neue Kulturen gewöhnen und einleben“, sagte Poppmeier.

Im Laufe der Diskussion erfuhr das Publikum unter anderem noch, warum Hahn und Poppmeier einen speziellen Bezug zur Stadt Tampere (Finnland) haben. Während Hahn dort kürzlich an der Universität zu Besuch war, stammt die Familie von Poppmeiers Frau aus eben jener finnischen Großstadt. Poppmeier: „Es gibt einen Grund, warum die Finnen so gut Englisch sprechen. In Finnland sind alle Filme im Fernsehen mit englischen Untertiteln synchronisiert. Wenn du von Geburt an mehrsprachig aufwächst, bringt dir das Vorteile.“

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